Die vergangene Woche (1.3. bis 8.3.2013) verbrachte ich mit Yvonne. Feines Fasten war angesagt.
Wie? Ich höre, dass Sie das für unmöglich halten? Sie denken, wie kann denn Fasten fein sein?
Dann ist die Zeit gekommen, Sie mitzunehmen in eine Fastenzeit mit Yvonne!

Keine Bange, ich kann Sie gut verstehen! Wie soll man schon die Gedanken an einen leeren Bauch, knurrenden Magen und Darmentleerungen vergnüglich finden. Doch achten Sie einmal genau auf sich selbst. Steigen da nicht unmittelbar in ihren Gedanken Bilder auf, die Ihnen die größtmöglichen Horrorszenarien suggerieren, die in Ihnen von vorne herein einen solch großen Widerstand erzeugen, dass eine Fastenwoche sich zu einem Überwindungs- und Kraftakt ohne Gleichen aufbläht? Ach ja, da haben wir das Teufelchen schon an den Hörnern! Es ist nämlich nicht das Fasten an sich, sondern die Einstellung die Sie dazu haben!

„Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben,
auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“

Sie erinnern sich? Ach ja, die zehn Gebote! „Na, das liegt aber schon lange zurück,

verstanden habe ich das ohnehin nie!“ Höre ich Sie richtig? Dann wollen wir einmal gemeinsam überlegen, 
was da für ein Zusammenhang besteht!

Beim Fasten geht es darum, die Freude des Lebens (Venusprinzip) innerhalb der eigenen Grenzen oder in der eigenen Haut (Saturn) zu entdecken und die Ebenen der Betrachtung zu wechseln. Normalerweise sieht es so aus, dass Sie die Belohnungen für sich aus der Welt holen und damit immer wieder an Grenzen gelangen. Es ist ja nur der erste Teller eines guten Essens, der wirklich mundet und es ist nur ein Stück Kuchen, das wirklich lecker schmeckt. Schlagen Sie häufiger zu (was wir leider alle gerne tun), dann wird Ihnen ganz schnell übel. Die Grenze Ihrer Aufnahmekapazität ist erreicht.

Beim Fasten mit Yvonne durften wir lernen, dass die Ebenen der Venusqualität recht viele Facetten haben. In das Wohlfühlprinzip gehören ganz andere Qualitäten ebenfalls hinein:

  • Übungen für den eigenen Wohlfühlzustand wie Dehnen und Strecken des eigenen Körpers

  • Beckenbodengymnastik, Umgang mit dem Venusbereich der Frau (und nicht nur ihrem!)

  • In der Natur unterwegs sein und sie aufmerksam betrachten

  • Gemeinsam mit den anderen Teetrinken und sich über die gemeinsamen Erfahrungen austauschen

  • Tanzen was das Zeug hält

  • Sich gegenseitig abends mit Touch-Life-Technik massieren (Wow, tut das gut!)

  • Eine Tasse Gemüsebrühe wie beim Galadinner bei Kerzenschein genießen

  • Das Fastenbrechen zelebrieren (dazu wird nun hier an dieser Stelle nichts verraten. Ein bisschen Spannung muss bleiben!)

Da alle diese Dinge im Umfeld eines wunderschönen Wellnesshotels stattgefunden haben, das Umfeld also schon sehr venusisch für das Auge gestaltet war, fehlte es in den sieben Tagen an nichts, wenn die Teilnehmer gewillt waren, die entsprechende Disziplin aufzubringen, denn der innere Meister Saturn sollte ja auch zu seinem Recht gelangen.

Und dass alles im Lot blieb, dafür sorgte unsere Yvonne mit ganz großer Umsicht. Wenn kleine Unpässlichkeiten auftraten, dann hatte sie stets einen Rat zur Hand und konnte helfen. Schließlich war ja auch der Anspruch mitgereist, dass jeder Teilnehmer sich ein Stück weit reinigen und heilen lernte. Ja, Sie lesen richtig. Der Mensch heilt sich selbst. Der andere gibt die Anleitung dazu! Wir übten also mit viel Witz und Lachen, unsere Darmreinigung zu erledigen. Die Entgiftung der Lebern unterstützten wir mit Leberwickeln, wenn wir in der Mittagspause in unseren Betten lagen. Bachblüten trieben unsere Stoffwechselprobleme auf der geistigen Ebene voran.

Ja, diese eben zitierten Anwendungen gehören alle dem Neptunprinzip (Heilung) an. Doch nicht nur die Körperebene findet hier Beachtung. Der Geist sollte ja ebenfalls profitieren. Und so gab es täglich Meditationen, abends auch mal einen interessanten Film (Die Handlung umfasst die Suche nach dem Sinn des Lebens und weist darauf hin, dass man auch als einfacher Mensch durchaus glückliche und wertvolle Lebensmomente haben kann, die oft erst dann bemerkt werden, wenn man nicht mehr am Leben ist. Mehr wird hier nicht verraten!) Auch das Absingen von Mantren ist eine Wohltat, denn der Geist wird frei von den üblichen Gedanken des Alltags. Liegt man dann schließlich im Bettchen und begibt sich ins Land der Träume, so kann man am folgenden Morgen Yvonne dazu befragen, was die Bilder in der Nacht für eine Seelenbotschaft übermitteln wollen.

Kurzum, wer das Wagnis eingeht, befindet sich bei dieser äußerst kompetenten Fastenbegleiterin in den besten Händen. Yvonne ist eine Wohltat für Körper, Geist und Seele ihrer Teilnehmer und außer dem durchaus wünschenswerten Verlust einiger Kilos, kann ich eigentlich nur Gewinn verbuchen. Das kleine Loch im Bauch oder die vorübergehende Schwäche, die sich ab und zu einmal bemerkbar machten,

konnte ich getrost mit einigen Bechern Tee und einem gemeinsamen Lachen mit den anderen Teilnehmern überspielen.

Mein Geheimnis, das ich Ihnen nun noch verrate: Als mehrfach erfahrene Fasterin habe ich mir einfach kein inneres Phantasiebild über diese Fastenwoche erlaubt. Ganz offen, für alles was mich da erwarten mag, bin ich einfach hingefahren. Das Ergebnis war überwältigend gut. Na gut, ich nehme Ihre Einwände schon wieder wahr. Sie meinen Sie kennen weder Yvonne und sind dazu noch Anfänger dieser Königsdisziplin des Fastens und haben einfach Angst vor Ihrem eigenen Mut. Ja, dieses Problem kann ich Ihnen nicht nehmen, denn hier ist ihr Mut gefordert, diese Barriere in Ihrem Inneren zu meistern. Mein Rat:

Haben Sie Mut, es lohnt sich!

Angelika Pöhner, März 2013

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yvonne kleemann