Fastenseminar 2013

Fasten! Nix essen! 7 Tage lang! Das ist nix für mich – dachte ich noch vor 2 Jahren.

Ich fühlte mich schon länger aufgequollen und innerlich zugeklebt. Letztes Jahr hatte ich dann plötzlich das dringende Bedürfnis es doch einmal mit dem Fasten zu ver-suchen. Aus vollem Herzen habe ich mich dann für das Fastenseminar angemeldet. Am Aschermittwoch beschloss ich spontan schon mal ein bisschen „vor zu fasten“.

Auf Alkohol und Schokolade verzichten und ein bisschen auf die Mengen der Mahl- zeiten achten. Was mir immer als fast unmöglich vorkam, ging plötzlich wie von selbst. Es war überhaupt kein Problem an der Schokolade vorbei zu gehen oder meinen Kinder Nutellabrote zu schmieren, ohne selbst eines essen zu wollen.

Da wurde mir klar – es ist alles nur eine Frage der inneren Einstellung und der Macht des Geistes über den Körper! Das machte mir den Einstieg in die Fastenwoche sehr leicht. Ich genoss als letztes Mittagessen eine einfache Gemüsesuppe, die mir wie ein Festmahl vorkam. Mit einem wahrhaft paradiesischen Apfel sind wir dann am Freitagabend in die Fastenwoche eingestiegen – voller Neugierde und Motivation!
Die Energieübungen und Spaziergänge in Wald und Feld haben mich gut durch die leichten Schwächeanfälle am 2. und 3. Tag gebracht. Ab dem 4. Tag ging es mir dann richtig gut. Das Essen wurde (man glaubt es kaum) von Tag zu Tag unwichtiger. Die wunderbaren Gerüche, die aus der Küche zu uns strömten und mir in den ersten Tagen zugegebener Maßen ein bisschen zugesetzt haben, rochen natürlich im Laufe der Woche nicht weniger gut. Statt mir jedoch das Fasten zu erschweren, bekam ich Glücksgefühle beim Riechen. Ich malte mir aus, welche leckeren Dinge ich bald wieder genießen kann – und das ganz ohne Hungergefühl! Zugegeben, die Tees hingen mir bereits am Dienstag zum Hals raus und irgend-wie gelüstete es mich sehr nach einem anderen, frischen oder wenigstens halbwegs herzhaften Geschmack. Am Mittwochabend hatte Yvonne dann endlich Mitleid mit meinen Geschmacksknospen und erlaubte mir ein Tasse Bio-Gemüsebrühe. Natürlich ohne Salz! Was für ein herrlicher Duft! Welch eine Freude! Ekstase der Riechorgane! Das Fest für die Geschmacksknospen fiel zwar deutlich unspektakulärer aus, was meiner Freude allerdings keinen Abbruch tat!

Trotz meines festen Vorsatzes und meiner Motivation zu Beginn der Woche, war ich nicht sicher, ob ich die 7 Tage durch halte. Umso überraschter war ich, als ich am Donnerstag feststellte, dass ich problemlos weitere 2-3 oder auch 4 Tage auf feste Nahrung verzichten könnte. Sicher hat es auch etwas damit zu tun, dass das Seminarprogram wieder einmal herrlich abwechslungsreich war! Meditationen, Energieübungen, gegenseitige Massagen, Wassergymnastik, Sauna, Tanzen, Räuchern und Chanten sind wunderbare Alternativen zum Essen – zumindest zeitweise!

Wieder einmal habe ich alte Muster durchbrochen und Ängste überwunden! Ein gutes Gefühl!
Gepaart mit dem super Gefühl insg. 7 Kilo (2 Kilo vor dem Fasten und 5 Kilo durch das Fasten) leichter und gereinigter zu sein und nicht nur dem Körper, sondern auch dem Geist und der Seele etwas Gutes getan zu haben – ein sensationelles Gefühl!

Fazit dieses Fastenseminares:
Fasten muss nicht Verzicht und Qual bedeuten, wie ich immer gedacht habe. In diesem Seminar durfte ich erfahren, dass man diese Zeit auch genussvoll erleben kann. Ich, für meinen Teil genoss Alles: den Verzicht, die Fülle, die Schwäche, die Energie, die Leere, die Kälte, die Wärme, die Schwere und die Leichtigkeit. Ich habe zwar das erste Mal, aber auf keinen Fall das letzte Mal, gefastet!!!

Danke Yvonne! Für das tolle, einfühlsame, informative, abwechslungsreiche Seminar! Danke Angelika und Michaela! Für eure Unterstützung und die tollen Massagen!

Nicole - die neue im Fasten-Club!
(die auch 6 Wochen nach dem Fasten noch gut ihr Gewicht hält)

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yvonne kleemann